Mag. Sabine Müller-Hofstetter, Chefredakteurin
Editorial, Ausgabe 6/2017

 

„BIM oder nicht BIM?“ 

Die Frage stellt sich nicht mehr

Die einen beschäftigen sich seit zehn Jahren damit, die anderen bringen Building Information Modeling noch immer nicht fehlerfrei über die Lippen. Der Wissensstand in der Baubranche zu BIM ist – um es vorsichtig zu formulieren – heterogen. Dabei haben diese drei Buchstaben das Zeug, die Bauwelt aus den sprichwörtlichen Angeln zu heben. Setzt sich BIM als Standard durch, sind Kosten- und Zeitüberschreitungen, wie wir sie von vielen großen, aber auch kleineren Bauprojekten kennen, schlicht und einfach nicht mehr möglich, zumindest aber nicht notwendig.

Im Zuge der Recherchen zur BIM-Geschichte (nachzulesen ab Seite 74) ist aber eines klar geworden: Wir müssen alle am Bau Beteiligten dort abholen, wo sie wissensmäßig gerade stehen, wenn sich der neue Planungs- und Baustandard möglichst schnell und friktionsarm etablieren soll. Dazu möchten auch wir von a3 unseren Beitrag leisten und werden daher ab sofort eine neue Rubrik zum Thema „Digitalisierung am Bau“ einrichten, die Sie regelmäßig über relevante Themen zum digitalen Planen & Bauen informiert.

In unserer schon erwähnten Start-Geschichte versuchen wir uns an Basis-Informationen, um Ihnen über die schier unendlich vielen Informationen zu BIM einen Überblick zu geben. Mit Kommentaren von namhaften Experten, die wir um ihre persönliche Einschätzung gebeten haben, möchten wir gleichzeitig auch den aktuellen Umsetzungsstand in Österreich abbilden.

Allen, die nun neugierig geworden sind, sei eines vorweg versprochen: Sie werden begeistert sein. Wer sich einmal virtuell durch ein Gebäude geklickt oder eine Kollisionsprüfung miterlebt hat, wird die Faszination und die Selbstverständlichkeit bei all jenen nachvollziehen können, die schon mit BIM arbeiten. Die Frage „BIM oder nicht BIM?“ stellt sich spätestens dann nicht mehr … 


Sabine Müller-Hofstetter
s.mueller(at)a3verlag.com